Das Gartenjahr

April


Sommerblumen

 

Unempfindliche Sommerblumen können jetzt direkt ins Beet ausgesät werden.

 

Dazu gehören Ringelblumen, Kornblumen, der einjährige Rittersporn oder der Sonnenhut.

 

Die Direktsaat ist einfacher als die Vorkultur, doch nur mit bestimmten Pflanzen möglich.

 

 

 

Achtung!

 

 

 

 

Wichtig ist die richtige Bodenbearbeitung vor der Aussaat.

 

 

 

 

Im Idealfall sollte der Boden bereits im vergangenen Herbst umgegraben und verbessert worden sein.

 

Im Frühjahr wird die Erde dann nur noch oberflächlich gelockert.

 

Warten Sie danach noch etwa zwei Wochen ab, bis sich der Boden gesetzt hat, und ebnen die Fläche noch einmal mit der Harke ein.

 

Entfernen Sie außerdem gründlich das Unkraut aus den Beeten.

 

Erst dann kann gesät werden.

 

Wurfsaat

 

Mischen Sie feines Saatgut mit Sand und säen dann per Hand breitwürfig aus.

So wird verhindert, dass die Samen zu eng fallen.

 

Rillensaat

 

Für gerade Linien behilft man sich mit einer Pflanzschnur, die zwischen zwei Stöckchen gespannt wird.

Ziehen Sie entlang der Schnur eine Rille.

Die Samen werden einzeln im richtigen Pflanzabstand in die Rillen gelegt.

Den richtigen Abstand können Sie den Hinweisen auf der Samentüte entnehmen.

 

Pillensaat

 

Leichter gelingt die Freilandaussaat mit Pillensamen:

Hier sind die einzelnen Samenkörner von einer zersetzbaren Hülle umgeben, damit die Samen einen größeren Durchmesser aufweisen.

Pillensamen können weitläufiger ausgestreut werden und dadurch entfällt die spätere Arbeit des Vereinzelns.

Die Saattiefe beträgt etwa 1 cm.

 

Saatbänder

 

Außerdem werden auch Saatbänder mit Sommerblumensamen angeboten.

Die Samen sind hier zwischen Zellstofflagen im bereits richtigen Abstand eingebettet.

 

Saatteppiche

 

Es gibt auch breitere Saatbänder, sogenannte Saatteppiche, die im Sommer bunte Blütenmuster auf Beete und Rabatten zaubern.

Saatbänder werden in 1 bis 2 cm tiefe Rillen gelegt, mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt und leicht angedrückt.

 

Quick-Sticks

 

Eine weitere Aussaatmethode bieten sogenannte „Quick-Sticks“.

Sie werden wie Streichhölzer in die Erde gesteckt, die Samen befinden sich am unteren Ende.

Auf den Quick-Sticks ist die richtige Pflanztiefe genau markiert.

An Beeträndern und für Beeteinfassungen aus Sommerblumen sollte immer in Reihen gesät werden.

 

Achtung!

 

 

Egal, mit welcher Methode Sie aussäen, am wichtigsten ist, die Saat nie austrocknen zu lassen.

 

 

Wässern Sie die Beete mit feinem Wasserstrahl.

 

TIPP

 

 

Eine Abdeckung mit Vlies oder Folie sorgt dafür, dass Feuchtigkeit und Wärme im Boden bleiben und die Saat nicht austrocknet.

 

 

Nach der Keimung können zu dicht gesäte Pflänzchen mit der Hand herausgezogen werden und an anderer Stelle in Lücken gesetzt werden.

Dabei werden gleichzeitig keimende Unkräuter entfernt.

 

Farbkreis

Mit dem Farbkreis kann man gute Farbkombinationen leicht selbst

bestimmen:

 

Es passen immer die Farben gut, die auf den Spitzen des Dreiecks liegen oder als Komplementärfarbe in einer Linie gegenüberstehen.

 


Stauden

 

Hauptpflanzzeiten für Stauden sind das Frühjahr und der Herbst.

 

Die im Sommer und im Herbst blühenden Stauden werden im Frühjahr gepflanzt.

 

Auch wärmebedürftige Pflanzen wie das Tränende Herz, Margeriten oder Lupinen wachsen im Frühjahr am besten an.

 

Im April, wenn der Boden frostfrei bleibt, kann es losgehen.

 

 

 

Wichtig ist, dass Sie die Beschaffenheit des Bodens in ihren Beeten genau kennen.

 

TIPP

 

 

Eine Bodenprobe gibt Auskunft über pH-Wert, Bodentyp und Nährstoffgehalt.

 

 

 

 

Sonnenhungrige Pflanzen fühlen sich im Schattenbeet nicht wohl, Kalk liebende Pflanzen können auf saurem Boden nicht gedeihen.

 

Wichtig für eine erfolgreiche Pflanzung ist außerdem die richtige Bodenvorbereitung.

 

Die Frühjahrspflanzung hat den Vorteil, dass die jungen Pflanzen keinen Winterschutz brauchen, sondern sich problemlos etablieren können.

 

TIPP

 

 

Damit Ihr Staudenbeet jahrelang prächtig blüht, ist ein Pflanzplan ratsam.

 

 

Stellen Sie Pflanzen zusammen, die gleiche Ansprüche stellen und gute Nachbarn sind.

Achten Sie auf Blütezeit und Blütenfarbe.

Am schönsten ist eine Staudenrabatte, in der zu jeder Jahreszeit etwas blüht.

Platzieren Sie große Prachtstauden hinten und reservieren Sie kleinen Stauden einen Platz in der ersten Reihe.

 

Pflanzung

 

Vor dem Pflanzen wird der Boden gelockert.

Oft lässt es sich bei der Pflanzarbeit nicht vermeiden, auf den frisch bearbeiteten Boden zu treten.

Um die Erde nicht wieder zu verdichten, legen Sie Holzbretter, auf die Sie beim Pflanzen treten können, quer über das Beet.

 

TIPP

 

 

Es ist ratsam, die Pflanzen erst einmal samt Topf auf dem Beet oder der Rabatte aufzustellen, um Wirkung, Blütenfarbe und Standortansprüche aufeinander abzustimmen.

 

 

 

Achtung!

 

 

Wählen Sie den Abstand so, dass sich jede Pflanze in den nächsten Jahren ungestört entfalten kann.

 

 

Ist die richtige Anordnung gefunden, nehmen Sie die Stauden vorsichtig aus dem Topf heraus, möglichst ohne die Feinwurzeln zu verletzen.

 

TIPP

 

 

Sie erleichtern den Stauden das Anwachsen, wenn Sie den Pflanzenballen, bevor er in die Erde kommt, in einen Eimer Wasser tauchen.

Der Ballen hat sich vollständig mit Wasser vollgesogen, wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen.

 

 

Achtung!

 

 

Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so tief und doppelt so breit wie der Wurzelballen der Staude sein.

 

 

Ist bei schwerem Boden Staunässe zu befürchten, denken Sie an Drainagematerial wie Sand und Kies als unterste Schicht.

Darauf geben Sie Pflanzerde, setzen die Staude in den Boden und umgeben sie mit Erde.

 

Achtung!

 

 

Die Pflanze sollte nicht tiefer gepflanzt werden, als sie im Topf war.

Andrücken und Wässern nicht vergessen.

 

 

Pflegmaßnahmen

 

Achtung!

 

 

Denken Sie daran, junge Stauden schon beim Austreiben mit Stützhilfen zu versehen, da sich Stäbe und Drähte im Nachhinein oft schwer anbringen lassen.

 

 

Stauden wie Rittersporn oder Pfingstrose können Sie jetzt locker an einem Stützstab anbinden oder mit Drahtstäben umfassen.

Damit die Stauden nicht von Schnecken kahl gefressen werden, stülpen Sie ein Plastiktütchen aus der Gemüseanzucht über gefährdete Pflanzen wie Funkie oder Rittersporn.

Übrigens können Stauden jetzt auch ausgesät werden.

Beachten Sie hier die Angaben zu den Aussaatbedingungen und Standortansprüchen auf den Samentüten.

Dei Stauden werden direkt vor Ort ausgesät.

Denken Sie bei der Auswahl Ihrer Stauden auch an die Schmetterlinge, denn was wäre ein Garten ohne die bunten Gaukler, die mit den Blüten um die Wette leuchten?

Schmetterlinge ernähren sich mit ihrem langen Rüssel ausschließlich von Nektar.

Sie sind deshalb auf nektarspendende Pflanzen angewiesen.

 

TIPP

 

 

Am besten geeignet dafür sind heimische Pflanzen und Wildstauden.

Mit Astern, Wiesensalbei, Blaukissen, Lavendel, Luzerne, Thymian oder Glockenblume locken Sie Schmetterlinge in Ihr Staudenbeet.

 


Zwiebelblumen- und Knollenblumen

 

 

Haben Sie im letzten Herbst vorgesorgt, erwartet Sie jetzt ein wahres Blütenfeuerwerk im Zwiebelblumen-Garten.

 

 

 

Damit Sie nächstes Jahr das gleiche bunte Schauspiel erwartet, soll den Zwiebelblumen nach der Blüte genug Zeit gewährt werden, um neue Kräfte zu tanken:

 

Die Blätter müssen vollständig verwelken können, denn die Zwiebel speichert die Nährstoffe, die beim Vergilben der Blätter frei werden.

 

 

 

TIPP

 

 

 

 

Durch Zusammenflechten der Blätter schaffen Sie Platz im Beet und sorgen für einen ungewöhnlichen Blickfang.

 

 

 

 

Kommt jetzt der Rasenmäher schon zum Einsatz, sollte um die Zwiebelblumen herum gemäht werden.

 

Diejenigen, die nicht im Boden bleiben, können Sie zum Verwelken auch aus dem Beet nehmen und an einem unauffälligen Platz vergilben lassen.

 

Dahlien

 

Dahlien werden ab April in Töpfen an einem hellen Platz im Haus vorgezogen.

Dadurch kommen sie schneller zur Blüte und der junge Austrieb bleibt von Schnecken verschont.

Teilen Sie große Dahlienknollen, bevor sie gepflanzt werden.


Rosen

 

Um Wachstum und Blütenbildung anzuregen und die Wuchsform zu erhalten, ist im Frühjahr bei den meisten Rosen ein kräftiger Rückschnitt angebracht.

 

Der richtige Zeitpunkt für diesen Hauptschnitt ist Anfang April, bei mildem Wetter, wenn die Knospen bereits anfangen zu schwellen, zum Teil auch schon ein bis zwei Wochen früher.

 

Grundsätzlich werden alle kranken, schwachen und erfrorenen Triebe bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten.

 

Auch quer und nach innen wachsenden Trieben sollten Sie entfernen.

 

Schneiden Sie immer direkt oberhalb eines Auges, der Triebknospe in der Blattachsel, und verwenden Sie dazu eine scharfe Gartenschere, damit Sie die Triebe nicht quetschen.

 

 

 

Achtung!

 

 

 

 

Das Auge unterhalb des Schnitts sollte nach außen zeigen, um eine schöne Wuchsform zu erhalten.

 

 

 

 

Alle zwei bis drei Jahre kann ein Verjüngungsschnitt angebracht sein.

 

Dabei lässt man einjährige Triebe stehen und schneidet ältere, verholzte Triebe, die kaum noch Blüten hervorbringen, zurück.

 

Achtung!

 

 

Schwache Triebe werden stark, kräftige Triebe weniger stark gekürzt.

 

 

Nicht geschnitten werden in der Regel Wildrosen.

Nur alte und kranke Triebe müssen entfernt werden.

Schnittabfälle sollten Sie unbedingt in die Mülltonne werfen oder verbrennen.

Bleiben sie auf dem Beet liegen oder gelangen sie in den Kompost, können sich dadurch Pilzkrankheiten ausbreiten.


Bäume und Sträucher

 

Unter den wärmenden Strahlen der Frühlingssonne brechen in diesen Wochen immer mehr Blatt und Blütenknospen auf.

 

Felsenbirne (Amelanchier lamarckii), Zierquitte (Chaenomeles spec.), Mahonie (Mahonia aquifolium), Zierkirsche (Prunus serrulata in Sorten) und Goldglöckchen (Forsythia x intemedia) stehen in voller Blüte.

 

Doch mit dem Frühlingsfeuerwerk sprießen auch die ersten Unkräuter.

 

Hier heißt es den Anfängen wehren.

 

Eine Mulchschicht erleichtert jedoch nicht nur das Unkrautjäten.

 

Sie verringert die Verdunstung und der Boden bleibt darunter länger feucht – optimal für die im Vormonat frisch gepflanzten Gehölze.

 

 

 

Achtung!

 

 

 

 

Bleibt der April sehr trocken, sollte man gelegentlich gründlich wässern.

 

 

 

 

TIPP

 

 

 

 

Testen Sie mit den Fingern die Bodenfeuchtigkeit unter der Mulchschicht.

 

 

 

 

Bereits eingewachsene Gehölze werden im März oder April auf Vorrat gedüngt.

 

Die zum Teil großflächigen Wurzelgeflechte nehmen an ihren Rändern die meisten Nährstoffe auf, da hier feine Faserwurzeln sitzen.

 

Da Wurzel und Krone stets im Gleichgewicht stehen, liegt dieser Bereich in der Regel unterhalb der Kronentraufe.

 

Rauen Sie hier kreisförmig den Boden auf und verteilen Sie eine 5 bis 8 cm dicke Schicht Kompost darauf.

 

Leicht in den Boden einarbeiten.

 

Zusätzlich kann man organische Dünger wie Hornspäne oder Knochenmehl untermischen.

 

 

 

TIPP

 

 

 

 

Wer mineralischen Dünger verwendet, sollte eine Wetterphase mit Regenfällen abpassen.

 

 

 

 

Der Regen löst die Volldüngerkörner auf und wäscht die Nährstoffe in tiefere Bodenschichten.

 

Gerade deshalb ist es wichtig, wohl dosiert zu düngen.

 

Alles, was die Wurzeln nicht fassen und speichern können, gelangt sonst ins Grundwasser und kann hier zu unerwünscht hohen Nitratwerten im Trinkwasser führen.

 

Je nachdem, wie Ihre Bodenprobe vom Vormonat ausgefallen ist, werden die Pflanzenbeete mit Dünger oder Kalk bestreut und das Granulat oberflächlich eingearbeitet.


Hecken

 

War der März noch recht frostig, lässt man sich bis zum April Zeit mit der Anlage neuer Hecken.

 

Bei immergrünen Laub- und Nadelgehölzen wartet man in jedem Fall bis Mitte April.

 

Denn die immergrünen Blätter würden sonst zu viel Wasser verdunsten, ohne dass die jungen Wurzeln schon für Nachschub sorgen könnten.

 

Der beste Monat, um Immergrüne zu pflanzen, ist und bleibt jedoch der August.

 

Bei frisch gepflanzten Hecken wird laufend kontrolliert, ob die Pflanzstellen in Ordnung sind.

 

Der Wind kann die Wurzelballen leicht hochdrücken, solange sie noch nicht eingewurzelt sind.

 

Treten Sie die gelockerten Ballen erneut fest, damit sie nicht austrocknen.

 

Immergrüne Hecken aus Buchs (Buxus sempervirens) können Ende des Monats zum ersten Mal gestutzt werden.

 

Eingekürzt werden dabei nur die frischen Triebe.

 

Ins alte Holz schneidet man nur, wenn man die Sträucher verjüngen möchte.

Freiwachsende Blütenhecken werden meist etwas dichter angepflanzt, als tatsächlich Pflanzen darin Platz haben.

Damit möchte man erreichen, dass die Sträucher durch den Konkurrenzdruck schneller heranwachsen.

Im vierten bis fünften Jahr nach der Pflanzung sollte man diese Hecke auslichten.

Man nimmt die schwächsten Exemplare heraus und auch solche, die sich aufgrund von Krankheiten nicht bewährt haben.

 

Achtung!

 

 

Achten Sie darauf, dass Sie dabei bereits brütende Vögel nicht stören.

Sonst wartet man mit dem Auslichten bis zum Spätsommer oder Herbst.

 

 

Die Wurzeln können, wo sie nicht stören, im Boden bleiben.

Sie werden bald überwachsen.


Kletterpflanzen

 

In den ersten Wochen nach der Pflanzung dürfen die jungen Kletterpflanzen nicht unter Trockenheit leiden.

 

Fällt mehrere Tage kein Regen, wird kräftig gewässert.

 

Viele Kletterpflanzen stammen ursprünglich aus den überschwemmten Auengebieten der Flüsse und sind von daher nasse Füße gewohnt.

 

 

 

TIPP

 

 

 

 

Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten.

 

 

 

 

Wenn Sie dazu Rindenmulch verwenden, sollte dieser stets gut abgelagert sein.

 

Frische Rindenhäcksel, gerade solche von Nadelbäumen, können sehr viele Gerbstoffe freisetzen, die in den Boden gelangen und den Wurzeln schaden können.

 

Im Verlauf des Sommers sollte man die Mulchschicht deshalb mit Rasenschnitt vermischen.

 

Bei empfindlichen Kletterpflanzen wie Kiwi (Actinidia arguta), Akebie (Akebia quinata) oder Trompetenblume (Campsis radicans), die im Winter einen Schutz getragen haben, wird dieser bei mildem Wetter entfernt.

 

Die Fichtenzweige, Jutesäcke oder Schilfmatten werden jedoch noch nicht ganz weggepackt.

 

Kündigen sich noch einmal Nachtfröste an, kommen sie noch einmal zum Einsatz.

 

Die Winterschutzabdeckung über den Wurzeln wird durch eine Mulchschicht ersetzt.

 

 

 

Im Verlauf des Aprils legen starkwüchsige Kletterpflanzen wie Schlingknöterich (Polygonum aubertii), Blauregen (Wisteria sinensis) oder Waldrebe (Clematis montana) ein beachtliches Längenwachstum vor.

 

Die frischen Triebspitzen werden am Gerüst entlang nach oben geleitet und festgebunden.

 

Der Bindedraht sollte dabei weder zu stramm sitzen noch zu locker geschlungen sein, so dass Schürfwunden entstehen.

 

Bei älteren Exemplaren wird kontrolliert, ob die alten Befestigungen nicht bereits einschneiden.

 

 

 

Einjährige Kletterpflanzen

 

 

 

Ende März, Anfang April beginnt die Aussaat einjähriger Kletterpflanzen wie zum Beispiel die Schwarzäugige Susanne, Prunkwinde, Sternwinde oder die Schönranke.

 

Gesät wird in Töpfe oder Schalen mit Anzuchterde.

 

Hell und warm im Zimmer oder Gewächshaus aufstellen und stets feucht halten.

 

Zeigen die Sämlinge die ersten Laubblätter, setzt man sie jeweils einzeln in Töpfe.

 

Hier bekommen sie gleich eine Kletterhilfe, die zunächst aus aneinander gelehnten Bambus oder Schilfstäben (Tonkin-Stäben) bestehen kann.

 

Achten Sie darauf, dass benachbarte Pflanzen nicht ineinander wachsen.


Rasen

 

Rasenpflege

 

 

 

Wer im März den Rasen noch nicht vertikutiert und gedüngt hat, sollte das jetzt tun.

 

Ansonsten wird der Rasen mit den wärmer werdenden Tagen wöchentlich gemäht, damit eine dichte Grasnarbe entsteht.

 

Eine zusätzliche Bewässerung ist jetzt in der Regel noch genug Wasser gespeichert hat und weil die Witterung im April vielerorts eher feucht ist.

 

Sie können jetzt außerdem etwas „Rasenkosmetik“ betreiben und die Rasenränder mit einem Kantenstecher oder einem Spaten bearbeiten.

 

 

 

TIPP

 

 

 

 

Als Lineal für eine schnurgerade Rasenkante dient ein langes Holzbrett oder eine mit zwei Holzpflöcken straff gespannte, stabile Kordel.

 

 

 

 

Rasenneusaat

 

 

 

Die feuchtwarme Witterung im April, oder in kühleren Regionen im Mai, ist ideal für die Neuaussaat eines Rasens.

 

Die Samen keimen relativ schnell und der Rasen kann zwei bis drei Monate nach der Neuanlage schon wieder genutzt werden.

 

Achtung!

 

 

Das Wichtigste bei der Neuanlage ist die gründliche Bodenvorbereitung.

 

 

Der Grund muss feinkrümelig, unkrautfrei, frei von kleinen und größeren Steinen und gut eingeebnet sein.

Auf kleineren Flächen ist die Bodenvorbereitung mit Handgeräten gut zu bewältigen.

 

TIPP

 

 

Leichter ist die Arbeit mit einer Motorfräse zur tiefgründigen Bodenlockerung.

 

 

Oft gibt es die Geräte bei Bau- und Gartenmärkten zu mieten.

Danach wird die Fläche mit einem Rechen glatt geharkt; gleichzeitig können Sie dabei Pflanzenreste und Steine entfernen.

Die Struktur schwerer Böden können Sie durch einharken von gewöhnlichem Bausand verbessern.

Leichte Böden werden mit reifem Kompost bindiger gemacht.

Nach dem Einarbeiten der Bodenverbesserern können Sie verbliebene Unebenheiten mit einem langen Holzbrett glatt ziehen.

Ob ein Rasendünger auf Ihrer Fläche nötig ist, erfahren Sie durch eine Bodenanalyse.

Nach der Düngung wird das Saatgut ausgebracht.

 

TIPP

 

 

Am besten lassen sich die feinen Grassamen mit einem Streuwagen gleichmäßig verteilen.

 

 

Die Aussaat mit Hand erfordert viel Konzentration und sollte nur an windstillen Tagen stattfinden, weil die feinen, leichten Grassamen sonst leicht verwehrt werden.

 

Je nach Saatgutmischung sind 20 bis 40 g pro m² erforderlich.

Die Wahl der Saatmischung richtet sich nach der späteren Nutzung der Rasenfläche:

Es gibt Spiel- und Sportrasen, die selbst starke Beanspruchungen wegstecken, den weit verbreiteten Gebrauchsrasen oder den empfindlichen Zierrasen mit höchsten Pflegeansprüchen.

 

TIPP

 

 

Für einen guten Bodenschluss werden die Rasensamen nach der Aussaat gut angedrückt.

Das schafft man mit einer kleinen Walze oder auf nicht allzu großen Flächen mit Holzbrettern, die man sich wie kleine Skier unter die Schuhe bindet und mit denen man über die frisch ausgesäte Fläche läuft.

 

 

Zuletzt wird die gesamte Fläche gründlich gewässert, am besten mit einem Regner.

Auch in den folgenden Wochen bis zum ersten Mähen des frischen Grüns müssen Sie bei trockener Witterung regelmäßig den Regner einsetzen:

 

Achtung!

 

 

Frisch gekeimter Rasen reagiert extrem empfindlich auf Trockenheit.

 

 

Vier bis sechs Wochen nach der Keimung wird das erste Mal gemäht.

Acht Wochen nach der Keimung hat sich bereits ein dichter grüner Teppich entwickelt.

 

Rasenrenovierung

 

Der Rasen ist in die Jahre gekommen, aber Sie möchten die komplette Fläche nicht neu anlegen?

 

Dann können Sie eine bestehende Rasenfläche wieder auffrischen.

Man beginnt mit dem Mähen.

Wählen Sie eine möglichst niedrige Schnitthöheneinstellung am Rasenmäher.

Danach wird in Längs- und Querrichtung vertikutiert.

Die entstehenden Schlitze belüften den Boden und verhelfen später Saatgut und Dünger zu gutem Bodenkontakt.

Auf schweren Böden wird Bausand ausgestreut, um die Durchlüftung der obersten Bodenschicht langfristig zu verbessern.

Danach wird möglichst mit dem Streuwagen Dünger und frisches Saatgut ausgebracht.

Die Aufwandmengen sind genauso hoch wie bei der herkömmlichen Aussaat.

Das Saatgut ist eine spezielle Mischung schnell keimender, robuster Rasengräser.

Sie sollten die Fläche nach der Aussaat mit Gartenerde oder reifem Kompost abdecken.

Danach ist regelmäßiges Bewässern wichtig, damit die keimenden Gräser gut mit Wasser versorgt werden.

 


Wassergarten

 

 

Je nach Witterung kann ab Mitte des Monats bereits gepflanzt werden.

 

Achtung!

 

 

Achten Sie beim Kauf von Seerosen darauf, dass die Art bzw. Sorte zur Wassertiefe und Größe Ihres Teichs passt.

 

 

Für kleinere Teiche gibt es z. B. extra schwachwüchsige Sorten.

Für die Vermehrung von Seerosen ist jetzt ein guter Zeitpunkt.

Später behindern ihre Schwimmblätter die Arbeit.

Zum Teilen der verdickten, wurzelartigen Gebilde (Rhizome) sind ein scharfes Messer und etwas Holzkohlenstaub nötig, der zum Schutz vor Fäulnis auf die Schnittstelle gestreut wird.

Holen Sie jetzt die gesamte Pflanze aus dem Wasser.

 

Achtung!

 

 

Seerosen dürfen nur geteilt werden, wenn sie sich verzweigen.

 

 

Faule Stellen werden gründlich abgeschnitten.

An den Verzweigungen schneidet man das Rhizom auseinander und trägt auf die Schnittstellen Holzkohlenstaub auf.

Anschließend können die Teilstücke eingepflanzt werden.

TIPP

 

 

Rhizome am Korb festbinden, sonst schwimmen die Teilstücke auf.

 

 

Seerosen pflanzen

 

Seerosen pflanzt man nicht frei in den Teichboden, sondern in einen speziellen engmaschigen Gitterkorb für Wasserpflanzen.

Der Korb hält ihr Wachstum in Grenzen und erleichtert Pflegearbeiten, da man ihn dafür einfach aus dem Wasser holen kann.

Zum Pflanzen werden Gitterkörbe mit Pflanzvlies oder Jutematten ausgekleidet, damit das Substrat nicht herausfallen kann.

Anschließend füllt man das Vlies mit sogenannter Teicherde aus dem Fachhandel und setzt die Rhizome möglichst waagerecht hinein.

Damit das Substrat nicht an der Oberfläche fortgespült werden kann, deckt man es mit einer etwa 5 cm dicken Schicht aus Sand oder feinem Kies ab.

Jetzt kann man den Korb einsetzen.